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Schloss Platz Kultur 2020  Für eine ergebnisoffene Diskussion zur Stadtentwicklung Münsters

Wir wollen den Schlossplatz Münster neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen.

Der Schlossplatz Münster zählt zu den zentralen Orten der Stadt. In den letzten Jahrzehnten und Jahren vielfach Gegenstand von Planungen und Publikationen, fristet er bis heute dennoch ein in vielen Bereichen ungestaltetes Dasein und wird unter Wert in der wachsenden Stadt Münster genutzt.

Mit dem Projekt „Schloss Platz Kultur 2020“ möchten wir den Schlossplatz neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Und ihn gemeinsam mit der Stadtgesellschaft und der Expertise von Wissenschaft, Kunst und Kultur, Politik und Wirtschaft qualitätvoll und nachhaltig entwickeln.

Initiative Schloss Platz Kultur 2020 - Pressemitteilung 12.12.2018

Die Initiative Schloss Platz Kultur 2020 setzt sich dagegen für eine innerstädtische Lösung rund um das Schloss ein. Die neuen Nutzungen – Musik- und Kongresshalle, Musikschule, Musikhochschule u.a. – sind willkommen, sollen hierbei jedoch strategisch genutzt werden, den Schlossbereich und die Altstadt stadträumlich zu verbinden. Anstelle einer Lösung hinter dem Schloss plädiert die Initiative für eine erstklassige Lösung vor dem Schloss. Eine Kongressstadt wie auch eine Musikstadt Münster soll auch in Zukunft als Stadt der kurzen Wege erlebt werden können.

So sieht das Konzept vor, das geschichtsträchtige Schlossareal mit Gewinn zu aktivieren und damit Kultur und Wissenschaft mitten in Münster für die Bürgergesellschaft erlebbar zu machen. Stadträumlich sollen Stadt und Universität durch eine Vielzahl öffentlicher Räume in bestehenden und neuen Gebäuden verknüpft werden.

Erstmals wurde das Konzept am Montagabend im Rahmen des 7. Runden Tisches der Öffentlichkeit vorgestellt. Es betont sämtliche Potentialräume im Schlossareal – vom Lindenhof bis zum Kalkmarkt und vom Schlossgarten bis zur Frauenstraße.

Demnach soll sich das Schloss noch stärker künftig Kultur- und Kongressbesuchern öffnen, eine neue Konzert- und Kongresshalle benachbart auf dem südlichen Uniparkplatz am Schloss entstehen, die Musikschule und Musikhochschule auf dem nahen Lindenhofareal (weiter-)entwickelt und das 1960er-Jahre-Hörsaalgebäude („H1“) für Kultur und Kongresse in Wert gesetzt werden. Den Schlossplatz selber versteht die Initiative auch weiterhin als freien Platz mit freiem Blick zum Schloss. Jedoch empfehlen sie eine landschaftsarchitektonische Gestaltung, um diesen Freiraum zu ordnen. Am städtischen Kalkmarkt sieht die Initiative ein neues sichtbares Welcome Center für die Universität – für eine wachsende Hochschulverwaltung.

Der 7. Runde Tisch im Blauen Salon ergab weitere Denkanstöße. Viele Teilnehmer lobten die offene Kommunikation der Initiative, die einzelnen Bausteine des Konzeptes und das Einfordern eines öffentlichen Diskurses in dieser für Münster zentralen Stadtentwicklungsfrage. Um die Optionen zu prüfen, empfiehlt die Initiative als weiteren Schritt eine „Schlossareal-Konferenz“ sowie einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb „Schlossareal Münster“.

Das Konzept können auf unserer Webseite im Detail lesen oder als PDF downloaden:

Für die Initiative:
Daniel Alte-Epping, Martin Heppner, Stefan Jörden, Ulrich Krüger, Christian Schmitz, Dr. Marius Stelzer, Stefan Rethfeld, Rüdiger Wiechers.

Schloss Platz Kultur 2020 stellt vor:

Das Konzept im Detail lesen hier:

Zu Gast bei uns: Dr. Heiko Winkler und Prof. Dr. Klaus Anderbrügge, Vorstandsmitglieder der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster e.V.

Dass Münster diesen „Raum für Musik“ braucht, daran gibt es unter Fachleuten, in den Medien und bei den zahlreichen Freunden der Klassik und der Chormusik in der Stadt sowie im Umland keinen Zweifel. Wie Dr. Winkler und Prof. Dr. Anderbrügge nochmals skizzieren, wurde fast zeitgleich mit der Gründung des Sinfonieorchesters im Jahr 1919 – vor nahezu 100 Jahren – auch das noch im Ersten Weltkrieg entwickelte Projekt einer neuen Stadthalle realisiert, die 1920 neben dem Romberger Hof an der Neubrückenstraße eröffnet wurde.

Lesen Sie mehr zu diesem Gespräch:

Fünf Denkanstöße für den Musikcampus – Universität und Fachhochschule zu Gast beim 6. Runden Tisch

Wessels betonte den dringenden Raumbedarf für die Universität. Neben einem Konferenz- und Veranstaltungszentrum benötigen vor allem die aus allen Nähten platzende Musikhochschule, Musikpädagogik und Jugendakademie weiteren Platz. Ebenso fehlt auch der Stadt bekanntlich seit Jahrzehnten ein angemessener Proben- und Konzertort für das Sinfonieorchester und der Westfälischen Schule für Musik mangelt es am notwendigen Raum zum Wachsen. Gemeinsam sei daher die Idee entstanden, so Wessels, die Funktionen mit vielfachen Synergien in einem neuen Musikcampus zusammenzuführen. Als Standort favorisiere die Universität das landeseigene ehemalige Pharmazie-Gelände hinter dem Schlossgarten an der Hittorfstraße.

Mehr zur Präsentation der Studienentwürfe und der Diskussion um einen Musikcampus lesen Sie hier:

Gespräch mit BLB-Niederlassungsleiter Markus Vieth

Der BLB in Münster ist zwar Eigentümer von rund 480 Immobilien des Landes in Münster und damit der größte in der Stadt, seine Aufgabe ist es jedoch nicht, so Vieth, „gestaltend einzugreifen“. Sein Auftrag lautet vielmehr: Immobilien für Zwecke des Landes nach rein kaufmännischen Grundsätzen zu entwickeln, zu bewirtschaften und zu verwerten. Dieser Maßstab gilt auch für den Schlossplatz. Der ökonomische Vorteil, das betonte Vieth, hat gemäß der Richtlinien des Landeshaushaltes oberste Priorität. Erst wenn ein konkretes, überzeugendes, konsensfähiges Konzept für den Schlossplatz vorliege „für das man kämpfen kann“ und die Landesregierung ihm einen Auftrag zur Realisierung erteilt, komme er ins Spiel. Gleichwohl betreibe der BLB NRW mit den umfassenden Baumaßnahmen für die Universität als größter Mieterin – und damit auch Kundin – Stadtentwicklung.

Ein Einstieg in die weitere Entwicklung des Schlossplatzes, dachte Vieth laut nach, könnte die Gestaltung des Kalkmarkt-Terrains sein, das der Stadt gehört. „Eine Chance, von der weitere Impulse ausgehen könnten.“

Am Ende eines aufschlussreichen Abends bedankte sich die Runde bei Markus Vieth auch für wertvolle Anregungen und grundlegende Informationen. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Weitere Informationen zur Arbeit des BLB NRW in Münster  im Netz unter BLB-Muenster

Im Gespräch mit der Regierungspräsidentin Dorothee Feller:

Am Freitag, den 13. April, hatten wir die Gelegenheit, in einem Gespräch mit der Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster, Dorothee Feller, unsere Vision zur Entwicklung des Schlossplatzes darzulegen. 

In der aktuellen Diskussion um einen Musikcampus an der Hittorfstrasse ist der Schlossplatz eine wertvolle Standortperspektive, welche die Bedarfe von Universität und Stadt mit abdecken kann. Was auch immer sich hinter dem Schloss an kultureller Bebauung entwickelt, der Schlossplatz sollte Teil der Überlegungen sein: er liegt mitten an der Gelenkstelle von Uni und Stadt, er ist unübersehbare Verbindung vom Schloss zur Stadt und von der Stadt zum Schloss. Der Schlossplatz ist eine Fläche, die es wert ist, so entwickelt zu werden, dass echte Aufenthaltsqualität entsteht; sie hat das Potential, ein lebenskultureller Hotspot der Stadt zu werden.

Die Gelegenheit für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ist da, und sie ist einmalig. Die politische Konstellation wie auch die Dynamik der Diskussion um die Entwicklung der Stadt Münster ist so günstig wie selten zuvor.

Wir bedanken uns für das Gespräch und die Unterstützung von Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Ein guter Tag für den Schlossplatz, ein guter Tag für Münster.

Zwischenbilanz der Schlossplatz-Initiative am 21. März 2018

Aus unserer Sicht ist der Schlossplatz ein ungeschliffener Diamant, der eine Fassung braucht. Ein Platz, der erheblich unter Wert verkauft wird. Am Mittwoch Abend stellten wir einem aufmerksam zuhörenden Publikum, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe und Regierungspräsidentin Dorothee Feller, ihren ersten Zwischenbericht vor. Bei fünf Runden Tischen waren historische und planerische Entwicklungen aufgearbeitet, Experten befragt, Potentiale im Umfeld abgeklopft worden.

Der Schlossplatz muss ein (Fest-) Platz für die Bürgerinnen und Bürger bleiben, dessen Zentrum durch eine Tiefgarage autofrei zu ziehen und landschaftlich zu gestalten ist. Nur der Randbereich eignet sich als Baufeld für kulturelle Einrichtungen. OB Lewe und Regierungspräsidentin Feller begrüßten ausdrücklich, auch das Umfeld der Stadt und der Universität einzubeziehen.

Hier gehts zu den Impressionen des Abends, die von einer regen Diskussion zeugen.

Und hier geht es zu unserer offiziellen Pressemitteilung,
die auch in den Westfälischen Nachrichten und auf allesmuenster.de zu lesen war.

Wortbeitrag auf WDR 3 Mosaik | 03.04.2018 | 04:02 Min.

Hier geht’s zum Wortbeitrag von Burkhard Spinnen vom WDR 3

Rückschau vom 5. Runden Tisch am Mittwoch 21. Februar 2018

Eine nachhaltige Entwicklung des Schlossplatzes verlangt nicht nur ein Bewußtsein für Schloss und Platz, sondern ebenso für die rahmenden Gebäude und Grundstücke der unmittelbaren Umgebung. Wie kann das weiträumige Schlossplatz-Areal zu einem multifunktionalen Ort der Kultur und Wissenschaft ausgebaut werden? Wo bieten sich alternative Standorte auch für Kongresse, Konzerte & Co an?